Tierschutz

Landesunterstützung im Fokus: Ministerin Gorißen informiert sich im Tierheim Moers über aktuelle Lage

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Das ehrenamtliche Engagement in Nordrhein-Westfalen für Tiere ist enorm: Landesweit gibt es rund 100 Tierheime mit über 140 einzelnen Vereinen und über 80.000 Mitgliedern. Mit ihrem Einsatz erfüllen sie eine wichtige Aufgabe im Tierschutz. Um sich vor Ort mit Helferinnen und Helfern über die aktuelle Situation auszutauschen, hat Ministerin Silke Gorißen gemeinsam mit der Landestierschutzbeauftragten Dr. Gerlinde von Dehn am Freitag, 10. Juli 2026, das Tierheim Moers im Kreis Wesel besucht – dieses Tierheim wurde vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert, um energetische Kosten abzufedern.

Ministerin Silke Gorißen: „Die Tierheime in Nordrhein-Westfalen leisten an 365 Tagen im Jahr wichtige Dienste für Tier und Mensch. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Tierheime durch verschiedene Maßnahmen – etwa durch die gezielte finanzielle Förderung baulicher und energetischer Modernisierungen, die wir bis Ende 2027 verlängert haben. Unser Ziel ist es, die Haltungsbedingungen für die Tiere spürbar zu verbessern und die Vereine von hohen Modernisierungskosten zu entlasten.“

Tierschutzbeauftragte Dr. Gerlinde von Dehn: „Ein Besuch im Tierheim ist immer bewegend. Man sieht sofort, mit wie viel Herzblut und Engagement sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tag für Tag um die Tiere kümmern. Es ist beeindruckend, was hier mit oft begrenzten Mitteln geleistet wird und wie wichtig diese Einrichtungen für unsere Gesellschaft sind. Ich danke allen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen für ihr Engagement für die Tiere und werde mich weiterhin für eine angemessene Unterstützung einsetzen.“

Peter Kuhnen, Vorsitzender Tierschutzverein Moers und Umgebung e.V.: „Auch wenn der Schutz der Tiere durch das Tierschutzgesetz gesetzlich verankert ist, müssen wir feststellen, dass eine konsequente Umsetzung des Schutzgedankens vor Herausforderungen steht. Die gestiegene Anzahl von Haustieren, zu einfache Möglichkeiten Tiere zu erwerben und auch wirtschaftliche Veränderungen sind ein Teil der Faktoren, die dazu beitragen, dass zu viele Haustiere nicht mehr optimal versorgt werden können. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, damit der Tierschutzgedanke nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch tatsächlich umgesetzt werden kann. Neben klareren Grundlagen bei einigen tierschutzrelevanten Themen, die ein Handeln nicht als Option sehen, sondern zur Konsequenz werden lassen, braucht es auch eine verlässliche finanzielle Absicherung für Tierheime, um den gestiegenen Anforderungen gerecht werden zu können.“

Förderungen des Landes für den Tierschutz
Die Landesregierung unterstützt daher Tierheime auf vielfältige Weise, zum Beispiel mit einem Förderprogramm für bauliche Maßnahmen in Tierheimen, damit Tiere angemessen untergebracht werden können – die aktuelle Förderrichtlinie läuft noch bis zum Jahresende 2027. Im Rahmen dieses Programms werden unter anderem Neu-, Erweiterungs-, Um- und Ausbauten sowie Maßnahmen zur Verbesserung der hygienischen und energetischen Einrichtungen anteilig gefördert.

2023 wurde außerdem eine Billigkeitsrichtlinie zur Energiekostenentlastung der Tierheime erarbeitet, die in der Energiekrise vor allem in den Wintermonaten an ihre finanziellen Grenzen gekommen sind. Diese kurzfristig zur Verfügung gestellte finanzielle Unterstützung hat vielen Tierheimen enorm geholfen. Es wurde insgesamt mehr als eine Million Euro ausgezahlt. Auch das Tierheim Moers wurde im Rahmen des Förderprogrammes vom Land unterstützt und ist zudem Vorreiter bei der energetischen Förderung des Landes bei der Photovoltaiktechnik in Tierheimen.

Tierschutzverein Moers und Umgebung e.V.: Wichtige Stütze für den Tierschutz bei Heimtieren
Das Tierheim Moers wurde im Jahr 1955 gegründet, um der wachsenden Zahl von Fund- und Abgabetieren in der Region eine Zuflucht zu bieten. Träger der Einrichtung ist der Tierschutzverein Moers und Umgebung e.V., der sich seit Jahrzehnten über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Nachlässe finanziert. Ursprünglich als klassische Auffangstation konzipiert, hat sich das Tierheim zu einem modernen Tierschutzzentrum entwickelt. Neben der akuten Versorgung von Fund- und Abgabetieren liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der täglichen Arbeit mit den Hunden. Um über die Arbeit im Tierheim zu informieren und für tierschutzrelevante Themen zu sensibilisieren, bietet der Tierschutzverein neben den jährlichen Festen eine Tierschutzjugend an, die in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum feiert. Auch Tierheimführungen, eine regelmäßige Schul-AG einer örtlichen Gesamtschule und Besuchstage für Seniorenheime gehört zum Alltag.

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